Category Archives: Uncategorized

Paris – und ich kann nichts tun

Und was tut man, wenn man nichts ausrichten kann? Man schreibt. Und zwar über Menschen wie wir, über Mitgefühl und Liebe.

Der Schock über die gertigen Ereignisse liegt mir noch schwer im Magen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Menschen in Paris am heutigen Samstag, nach dieser Horrornacht, weiterleben. Wie sie geradeaus atmen können, ohne dass sich ihre Kehle zuschnürt. Wir in Deutschland, direkte Nachbarn, konnten heute Nacht kaum schlafen. Gedanken schwirrten durch unsere Köpfe, unsicher darüber, was für Bilder unsere Augen vernommen hatten. War das echt? Kein Spielfilm? Kein Scherz? Nein. Es war echt. Es ist jetzt unsere Realität.

Mein Mitgefühl geht raus an alle Pariser, alle Franzosen, alle Europäer und allen anderen Menschen auf dieser großen, weiten Welt. Wir sind eins. Wir, die an den Frieden glauben und an eine Welt, in der jeder selbstbestimmt sein Leben leben darf. Wir glauben an die Freiheit, die unsere Vorfahren uns gebracht haben, für die sie tmit ihrem Leben gekämpft haben. Wir Europäer, so sehr wir keinen direkten Bezug zum 2. WK haben, wir wissen, wie das Böse aussieht, das Menschen aufgrund ihrer Religion, ihrer Hautfarbe und ihrer körperlichen Beschaffenheit diskriminiert, gefangen nimmt und tötet. Wir haben daraus gelernt. Haben wir?

Selbstjustiz ist nicht die Lösung. Niemand von uns hat das Recht, einem anderen Menschen die Schuld zuzuweisen. Erst recht nicht aufgrund seiner Herkunft. Wer Selbstjustiz ausübt ist nicht besser als andere Terroristen. Es liegt nicht an euch, weder an mir noch an dir, über das Leben eines anderen Menschen zu bestimmen. Sonst sind wir nicht besser. Sonst sind wir nicht frei.

Unsere Freiheit besteht darin, für unsere Rechte zu kämpfen. Gemeinsam. Mit einem kühlen Kopf. Nicht von Kurzschlussemotionen geleitet. Wir werden die Toten nicht zurückholen können, aber wir können dafür sorgen, dass keine Toten hinzu kommen. Keine unschuldigen Menschen, die ihr Leben für eine Ideologie lassen müssen, die einige wenige Menschen als richtig ansehen.

Ich bestimme über mein Leben. Ich und Gott. Das ist die Aussage einer echten Christen. Eines echten, religiösen Menschen: Gott gibt und Gott nimmt das Leben. Niemand sonst hat das Recht, Schöpfer zu spielen und über Leben und Tod zu entscheiden. Wir sind die wahren Anhänger der Religion. Ganz egal, wie wir diese Religion auch benennen.

Als Mensch bin ich bestürzt darüber, wie fehlgeleitete Einzelpersonen unter der falschen Flagge Gottes Terror verüben. Ihr macht mich krank. Wie Hitler damals und teilweise auch heute das Bild eines ganzen Volkes manipuliert hat, so wird hier die Religion instrumentalisiert, um Schlechtes zu tun. Hitler war nicht Deutschland, Religion ist nicht Krieg.

Was wir jetzt tun können

Jetzt können wir nur füreinander da sein. Und für eine bessere Zukunft kämpfen, und sei es mit Worten. Worte, die zeigen, dass wir noch stehen und uns weder unsere Kultur, noch unsere Traditionen kampflos wegnehmen lassen. Wir leben in einem friedlichen Europa; ein Europa, für das unserer Vorfahren gekämpft haben, damit wir, du und ich, heute in Freiheit leben können. Niemand von ihnen kämpfte umsonst, starb umsonst. Zu unserer Tradition und Kultur in Europa gehört auch die Religion. Lasst nicht zu, dass verirrte und verwirrte Menschen uns unsere alte Kultur kaputt machen, weil sie etwas instrumentalisieren, das zu uns gehört wie die Demokratie.

Hetze ist nicht die Lösung. Anstatt gegenseitig mit dem Finger auf andere zu zeigen, weil uns dies oder jedes nicht passt (wie verwöhnt wir sind), sollten wir füreinander da sein. Nicht gegeneinander. Gerade jetzt ist es umso wichtiger, dass ein Zusammenhalt entsteht. Dass man sich geschlossen dem Terror stellt. Wir sind viele und wir werden nicht zulassen, dass unsere Heimat, unser zu Hause von Ideologien verschluckt wird, die uns ferner und fremder nicht sein könnten.

Wir haben neue Nachbarn aufgenommen und sind noch dabei. Menschen, in deren Heimat genau diese Art von Terror tagtäglich stattfindet. Es ist nicht das Volk, es sind nicht die Flüchtlinge, die dieser terroristischen Ideologie nachgehen. Diese Menschen sind wie wir, sie fliehen vor diesem Irrsinn. Diesem bewaffneten Irrsinn auf zwei Beinen.

Lasst uns gute Menschen sein. Lasst uns diese Menschen sein, denen wir selbst begegnen möchten, wenn wir Hilfe benötigen. Lasst uns zusammenhalten und den Irren die Stirn bieten. Lasst uns diese Menschen, die Zuflucht bei uns suchen, beschützen, indem wir uns selbst beschützen. Zusammen sind wir stark und zusammen können wir uns die Welt schaffen, die wir uns wünschen. Wir dürfen nur nicht zulassen, dass Hass lauter wird als Liebe, dass Parolen lauter werden als Hilfe, dass Instrumentalisierung verbreitet wird, wo Fakten stehen sollten.

Ein Gebet kann die Welt vielleicht nicht ändern, aber es kann uns alle für einen Moment näher zusammenbringen. Und dafür bete ich.

#50facts – was ihr nie über mich wissen wolltet

Seit längerem grassiert auf Twitter der Hashtag #50facts und macht, dass man diverse Fakten über sein Leben verrät. Interessant dabei ist im Wesentlichen, dass man sich durch das Zusammenführen diverser Fakten selbst reflektiert. Daher schreibe ich über meine Fakten.

Fakt 1-10 – Jazz und Essen

1. Ich trinke jeden morgen Espresso, noch bevor irgendetwas anderes passiert
2. Ich hasse es zu frühstücken, quäle mich morgens aber dazu
3. Brunch hingegen mag ich sehr
4. Pasta dominiert in diesem Haushalt, nebst Espresso
5. Menschen, die pingelig mit Essen umgehen, kann ich nicht verstehen
6. Im Sommer ist frischer Fisch nicht wegzudenken, am liebsten fangfrisch
7. Harte Liebe für Tonic Water mit Zitronenscheibe und Eiswürfel
8. Ich trinke so gut wie nie Alkohol
9. Rezepte kenne ich nur vom Hörensagen
10. was nicht schmeckt, wird in 1-2 Jahren noch mal probiert

Fakt 11-20 – Jazz und das Tierreich

11. Schon immer haben meine Haustiere Fantasienamen von mir verpasst bekommen [Puffel, Zuma, Kuffa u.v.m.]
12. Seitdem mein Hundi im Alter von 14 Jahren eingeschläfert werden musste, kann ich kein neues Haustier halten
13. Als ich zwei war mussten 2 Goldfische sterben, weil ich es mit der Fütterung zu gut meinte (italienische Gene, ehh)
14. Mit 6 versuchte ich mal eine Qualle am Meeresufer mit bloßen Händen zu retten
15. Am Strand sammele ich gerne Echsen und lasse sie dann wieder laufen
16. Ich habe nichts gegen Insekten, aber wenn sie mir entgegen fliegen, laufe ich keifend davon
17. Mücken sind die Ausgeburt der Hölle
18. Vor Marienkäfer laufe ich weg, weil sie Kindersegen vorhersagen sollen
19. Hausspinnen dürfen bei mir wohnen, sterben aber bei dem Versuch meinem Bett zu nahe zu kommen
20. Wäre ich ein Vogel, so würde ich nur hüpfen, weil ich Höhenangst habe

Fakt 21-30 – Jazz und die Schule

21. Ich habe selten mit Bestnoten geglänzt
22. Lernen wollte ich stets, was mich interessiert und nicht, was die Lehrer interessiert
23. In der Oberstufe hätte ich eine Medaille fürs Blaumachen erhalten sollen
24. Das deutsche Schulsystem hätte mich fast meine Zukunft gekostet
25. Die Schulzeit war die Beste
26. Alles, was ich in der Schule gelernt habe, sind gesellschaftliche Konventionen
27. Ich war auf einer erzkatholischen Mädchenschule
28. Meine Lieblingslehrerin war eine Nonne mit dem Herz am rechten Fleck
29. Ich liebe bis heute den Gong, der den Schulschluss einleitet
30. Die Sommerferien waren mir stets zu lang

Fakt 31-40 – Jazz und die Gefühle

31. Ich rede nicht gerne über meine Gefühle
32. Menschen, die öffentlich über ihre tiefsten Gefühle sprechen, machen mich stutzig
33. Melancholie ist das Gefühl, das ich am besten kenne
34. Extreme Gefühle sind mir bekannt
35. Liebe äußert sich nicht durch Worte
36. Ich verliebe mich nicht schnell
37. Weltschmerz ist etwas, was mich mit anderen, emphatischen Menschen verbindet
38. Am liebsten würde ich ganz allein die Welt retten
39. Meine Träume bringen oft Licht im Gefühlswirrwarr des Alltags
40. Jetzt hab ich doch darüber gesprochen

Fakt 41-50 – Jazz und das Universum

41. Ich glaube, dass wir alle eins sind
42. Dass die Antwort auf alles “42” sein soll, halte ich für eine Fehlinterpretation
43. Gott, Mutter Natur, das Universum – für mich dasselbe in grün
44. Mein Mutterschiff ist rund und leuchtet lila
45. Alte Seelen gibt es wirklich
46. Ich liebe Dokumentationen über das All, doch machen mir diese oft Angst
47. Mir machen oft Dinge Angst, die ich nicht komplett greifen/verstehen kann
48. Die Endlichkeit des Lebens erleichtert mich
49. Tod ist Leben
50. Wissenschaften, die (noch) keine sind, faszinieren mich besonders

So. Das waren meine #50facts und abschließend kann ich sagen, dass ich (obwohl ich die Fakten runtergerasselt habe) mich selbst etwas besser kennengelernt habe. Ganz egal, ob man eine solche Liste nun veröffentlicht oder für sich behält: Jeder sollte mal seine ganz persönlichen Fakten niederschreiben und diese vielleicht in 5 Jahren einer aktualisierten Liste gegenüberstellen. Die Überschriften habe ich spontan eingeführt, um mich mental von der breiten Masse an Themen abzugrenzen und kann das ebenfalls weiterempfehlen.

Und dafür, dass es sich um #50facts handelt, die Du nie von mir wissen wolltest, hast Du verdammt weit gelesen – schon gemerkt?

Ciao, Jazz

#Fichteln 2014 – und weiter geht’s

Liebe Fichtelfreunde und jene, die es noch werden möchten: es geht wieder los, es wird wieder gefichtelt, yiha!

Aber von vorn: #Fichteln – das ist Wichteln auf Twitter und wurde 2013 zum ersten mal als Schnapsidee von mir ins Leben gerufen. Aus dieser spontanen Schnapsidee habe ich, nachdem sich letztes Jahr einige Hundert zum Mitmachen anmeldeten, gelernt.

Neuerungen:

Dieses Jahr gibt es einen eigenen Fichtel-Account. Schlicht und einfach @Fichteln – ihr erkennt mich am niedlichen Zombie-Kind mit Weihnachtsmütze im Ava.

Dieses Jahr gibt es auch eine eigene E-Mail Adresse: fichtelfreunde@gmail.com – steht auch noch mal in der Bio. Diese Mail wird dazu benötigt, um all eure Daten zu sammeln (die NSA ist ein kleiner Pups im Vergleich zu mir) und um euch euren Fichtel-Partner und seine Daten zukommen zu lassen. Per DM war es a) sehr mühselig und b) unübersichtlich und c) aiaiai, so mühselig.

So, das sind auch schon die zwei einzigen Neuerungen und Änderungen. Ansonsten bleibt alles beim Alten.

Der Ablauf:

Die kleine Fichtel-NSA sammelt erstmal fleißig eure Daten, was auch sonst. Anfang Dezember (genaues Datum wird über den Account noch bekannt gegeben) wird dann ausgelost, sodass jeder den Namen eines Twitterers zugewiesen bekommt, den er bis zum 24.12. beschenken darf. Auch dieses Jahr dürft ihr selbst entscheiden, was ihr verschenkt und wie viel ihr dafür ausgeben wollt. NSA schön und gut, aber man will ja auch nicht zu viel vorgeben.

Sobald ihr euren Fichtel habt, könnt ihr heimlich, still und leise (oder mit Pauken und Trompeten) den Account aufsuchen und euch durch das aufmerksame studieren der Tweets ein erstes Bild zu demjenigen machen – das hilft beim Finden eines Präsentes. Vielleicht kennt ihr euch aber auch schon und wisst bereits, womit ihr demjenigen eine Freude machen oder einen Schreck bereiten könnt.

Durch das #Fichteln 2013 weiß ich natürlich, welche Twitterer sich absolut daneben benommen, oder einfach mal nichts verschickt haben – ihr seid raus! Verbannt für alle Zeiten aus dem Fichtel-Universum und Superman stimmt mir da zu, pfui!

Das Beschenken:

Auch dieses Jahr möchte ich euch darum bitten, sorgfältig mit den euch anvertrauten Daten umzugehen. Fichteln soll eine niedliche, kleine Weihnachtsaktion sein und bleiben, in der wir die TL neu mischen und so den ein oder anderen neuen Schreiberling kennenlernen können. Also bitte baut keinen Mist damit.

Nachdem ihr etwas feines gefunden habt, was ihr gerne verschenken wollt, denkt daran, euer Päckchen rechtzeitig loszuschicken, sodass es spätestens am 24.12. ankommt. Päckchen, die danach ankommen, passen nicht mehr zur weihnachtlichen Vorfreude und das wäre doch schade..

Bitte keine Tiere und andere Lebewesen verschicken! Und wenn ja, dann denkt bitte an die Luftlöcher.

Das große Warten:

Sobald ihr euer Päckchen verschickt habt, beginnt erfahrungsgemäß die Zeit, in der man selbst auf sein Päckchen wartet. Bitte habt Geduld und noch wichtiger: fragt mich nicht alle zwei Stunden, ob ich mir sicher bin, dass ihr was bekommt und dass derjenige, der euch zugewiesen wurde, nicht der totale Depp ist. Fakt ist: ich kenne euch nicht alle. Und in 85% der Fälle weiss ich genau so viel/wenig wie ihr. Wenn also bis zum 24. nichts da ist (und auch hier würde ich euch bitten, bis zum 27. zu warten, bevor ihr mir kleine Hass-DMs schreibt, weil auch ich Weihnachten mit der Familie feiern möchte), könnt ihr mir eine DM schreiben und dann versuche ich das mit eurem Fichtel zu klären.

Die Sache mit dem nerven:

Ich habe es ja schon angedeutet – bitte geht mir nicht auf den Sack ❤ Ich mache das alles freiwillig und wenn 120 Leute einem andauernd DMs schreiben über Sachen, bei denen ich nichts ausrichten kann, löst das bei mir eine große Verzweiflung aus und das kann niemand wollen. Niemand. Nie-mand.  Daher meine Bitte: versucht so viel wie möglich alleine zu machen. ZB ein Geschenk zu finden, sich den Account anschauen, ein Gefühl für den Twitterer bekommen [Vgl. hierzu auch: “ich kenne nicht alle.”]

Kleiner Tipp:

Wenn ihr schon ‘ne Weile dabei seid, kennt ihr Twitter und die Sache mit dem #Aufschrei, zB. Also lieber Samthandschuhe anziehen, wenn ihr eine unbekannte Twitterin beschenken wollt und lieber nichts mit Penissen oder ähnliches aussuchen. Nur so als Tipp. Weil ich euch mag*

[*was leicht gesagt ist, weil ich euch ja nicht kenne, hehe]

Ausgeschlossen von der Teilnahme sind:

– geschützte Accounts, wie soll man euch schon einschätzen. Ok, ein Tagebuch mit einem fetten Schloss geht als Geschenk immer, aber nein, das ist nicht der Sinn vom #Fichteln. Sorryly.

– doofe Menschen, die stinken. Nicht, weil ihr stinkt, sondern weil ihr doof seid. Dazu zählen Accounts, die sich letztes Jahr daneben benommen haben.

– Tiere. Ist ja süß, wenn ihr eurem Haustier einen Account gebastelt habt und die jetzt twittern lasst, aber nein. Herrchen und Frauchen sind herzlich eingeladen mitzumachen, aber nicht eure Tiere. Echt. Gaga.

Eine letzte Bitte:

Falls ihr jetzt immer noch nicht genau wisst, wie dieses Fichteln genau abläuft, seid ihr herzlich eingeladen, euch den Blogeintrag von 2013 durchzulesen oder euch auf Twitter unter dem Hashtag #Fichteln ein Bild zu machen, wie es letztes Jahr ablief.

Auch hier geht es eigentlich nur um mich [Vgl. hierzu den Punkt “Die Sache mit dem nerven”], also streng genommen um meine Nerven. Viele Fragen können direkt beantwortet werden, wenn ihr euch auf die Suche nach einer Antwort macht, denn eigentlich wurde schon a-l-l-e-s gefragt. Vertraut mir.

Tüdelüüüü:

Das war’s von mir für euch. Wenn ihr also teilnehmen wollt, folgt dem Account @Fichteln – ich folge dann direkt zurück. Da werdet ihr auf dem Laufenden gehalten und für weitere Stimmen zum Thema #Fichteln einfach den Hashtag aufrufen.

Ich bedanke mich jetzt schon mal bei allen, die mitmachen; es wird ein riesen Spaß mit euch!

Mit den besten vorweihnachtlichen Wünschen,

Eure Fichtel-Fee Jazz

Prä-TWD Serien

Ich habe ja bloß auf den Herbst gewartet, weil die 5. Staffel The Walking Dead nun endlich ausgestrahlt wird. Doch schon am ersten Montag, nach der ersten Folge, lechzte ich nach mehr.. Mehr Serien!

Prä-TWD:

Um mir die Wartezeit zu verkürzen, habe ich in einige Serien reingeschaut. Andere zügig zu Ende geschaut. Konzentrieren wir uns also auf letzteres, denn das spricht für sich:

1) FARGO

Hihihi.. hihi.. Hahaha! Genau mein Humor. Fargo ist wohl die Serienüberraschung zum Ende des Jahres – und ich habe die erste Staffel schon durch. Tja nun. Wer Schnee mag, denn davon wird die Kulisse dominiert, und ein Faible für abgedrehte Geschichten hat, die jedermann passieren können, weil es immer den kleinen Mann erwischt, dem lege ich Fargo sehr ans Herz.

2) ORANGE IS THE NEW BLACK

Das “Hinter Gittern – der Frauenknast” der USA, in Orange und ohne Walter. Nichtsdestotrotz weist diese Serie einen hohen Unterhaltungswert auf. Für Fans von “2 broke Girls” nur so viel: stellt euch vor, die Blonde wäre nicht bei Max, sondern im Knast gelandet und würde anfangen zu lernen sich zu wehren. Hehe. Sie sind ja so niedlich, wenn sie als harmlose Fohlen im Haifisch Becken landen und als Alligatoren wieder heraus kommen.

3) SHAMELESS US

Alles andere als neu, aber es gibt keine andere Serie, die (Pardon..) so derbe abgefucked ist. All das, was sonst in Film und Serie nicht thematisiert und eher tabuisiert wird, wird hier aufs höchste dargestellt. Wer also keine Scheu vor Menschen aller Art und ihren Abgründen hat, der sollte hier mal dringend rein schauen. Wirklich.

[Die Serie SHAMELESS ist ursprünglich eine UK Serie. Die US Version mag ich persönlich aber lieber.. Allein aus ästhetischen Gründen. Und ja, damit meine ich, dass diese Engländer echt hässlich sind.]

4) GO ON

Die Fans von Friends und im speziellen Chandler werden hier absolut auf ihre Kosten kommen. Leider gibt es nur eine Staffel davon, dann hat man sich doch dafür entschieden sie abzusetzen. Aber mich hat sie in die guten, alten FRIENDS Zeiten zurück versetzt, was schön war und außerdem spielt Chandler Chandler! Wie toll ist das denn.. Herrlich unterhaltsam und dabei keinesfalls zu anstrengend für Körper und Geist.

Das waren nicht alle, aber sehr wohl die besten zur Zeit.

Welche Serien schaut ihr im Moment am liebsten? Und sind dabei auch kleine Schätze, die vielleicht nicht so bekannt sind, die euch aber total umgehauen haben? Dann bitte ich um Kommentare, denn dann will ich die auch sehen 🙂

Eure Jazz

Homeoffice – gibt’s das auch in seriös?

Schon während des Studiums arbeitete ich gerne von zu Hause aus: ob ich Privatunterricht gab, Übersetzungen für diverse Firmen übernahm oder Texte verfasste; es gab immer was zu tun und die freie Zeiteinteilung machte studieren und arbeiten mehr als nur möglich.

Nun bin ich seit einem Jahr mit der Uni fertig, gebe nach wie vor Privatunterricht und bearbeite diverse Projekte für diverse Firmen. Bisher war es meistens so, dass meine Tätigkeit durch Mundpropaganda oder über social media Netzwerke Anklang fand, ich so direkt ein neues Projekt an der Hand hatte, perfekt. Nun ist es aber so, dass ich etwas Leerlauf habe, den ich gerne mit Arbeit füllen würde – also machte ich mich selbst auf die Suche. Nach dem Motto “Internetzeitalter, Homeoffice, easy!“ schaute ich ins Internet, in diversen Zeitungen; die Stellenangebote kann ich auswendig runter rattern. Und mein Fazit lautet: absolute Empörung.

Ich habe allein heute Nachmittag an die 20 Telefonate mit 20 verschiedenen Firmen geführt. Und wie soll ich sagen.. keine von ihnen war auch nur im Ansatz seriös. Fünf von ihnen lachte ich sogar direkt in den Hörer, konnte ich meiner Verwunderung über diese Abzocke nicht anders Ausdruck verleihen. Im Grunde könnte ich mit diesen Informationen locker ein 90-minütiges Standup Comedy Programm zusammenstellen und.. Moment, da isser, mein Job!
Spaß beiseite; es ist wirklich erschreckend, wie viele schwarze Schafe es im Homeoffice Bereich gibt. Vom Callcenter über Marktforschung, Texter und Blogger – ich habe kein einziges seriöses Angebot an der Strippe gehabt. Einmal wurde ich sogar lauthals beschimpft, weil ich es wagte auszusprechen, was ich dachte: nicht seriös.

In meinem Fall ist es nun ok.. nicht schön, aber ok, da der Leerlauf bald ein Ende hat. Aber ich denke da auch an andere Menschen, die vielleicht dringend auf solche Angebote angewiesen sind. zB aus gesundheitlichen Gründen oder auch Rentner, die nebenher noch etwas verdienen möchten. Und da kann ich mir gut vorstellen, dass aus der Not der Menschen Kapital geschlagen werden soll – schrecklich. Umso mehr verwundert es mich, was für Zeitungen Stellenangebote aufnehmen, die nicht auf Seriosität geprüft werden. Klar, es sind “nur“ Stellenangebote – aber wenn ich zB im Handelsblatt etwas lese, dann empfinde ich es automatisch als vertrauenswürdig, weil das Blatt für sich spricht. Aber falsch gedacht. Dass sich im Internet viele windige Unternehmen herumtreiben ist ja sogar noch naheliegend. Aber Zeitungen? Renommierte? Krass.

Nun meine Frage an euch: kennt ihr gute Seiten im Netz, die seriöse Stellen von zu Hause aus ausschreiben? Und: wie kann es sein, dass im Internetzeitalter so viele Unternehmen nicht auf Homeoffice setzen? Spart doch einige Kosten ein, sollte man meinen. Oder sehe ich das falsch?

Eure Jazz

Die Pille – frei nach Loriot

Was hätte Loriot 2014 zu sagen? Ich habe mir so meine Gedanken gemacht und den Text „Das Frühstücksei“ adaptiert. Viel Vergnügen,

Ihre Berta

Er: Jennifer!
Sie: Ja …
Er: Wir sollten besser verhüten!
Sie: ( schweigt )
Er: Wir sollten besser verhüten!!!
Sie: Ich habe es gehört …
Er: Was sagst du denn dazu?
Sie: Zu viel Verhütung ist auch nicht gut.
Er: Ich meine, was du von meiner Idee hältst … ?
Sie: Du meinst seit immer, dass wir das besser machen sollen …
Er: Das weiß ich …
Sie: Was fragst du denn dann?
Er: Weil unsere Verhütungsmittel mich nicht überzeugen!
Sie: Ich nehme aber jeden Abend die Pille.
Er: Und wieso hast du mal Angst schwanger zu sein und mal nicht?
Sie: Ich weiß es nicht … ich bin kein Gyn!
Er: Ach! … Und woher weißt du dann, dass die Pille schützt?
Sie: Ich nehme sie jeden Abend um dieselbe Uhrzeit, mein Gott!
Er: Nach der Uhr oder wie?
Sie: Nach Gefühl … Eine Frau hat das im Gefühl …
Er: Im Gefühl? Was hast du im Gefühl?
Sie: Ich habe es im Gefühl, wann Zeit für die Pille ist …
Er: Aber gestern hast du sie eine Stunde später eingenommen … vielleicht stimmt etwas mit deinem Gefühl nicht …
Sie: Mit meinem Gefühl stimmt etwas nicht? Ich sitze den ganzen Tag beim Aldi an der Kasse, lasse die Kinder die Bude putzen, ernte auf Farmville wie die Bäuerin des Jahres, trinke morgens das erste Bier und esse abends Döner im Bett und du sagst, mit meinem Gefühl stimmt etwas nicht?
Er: Jaja … jaja … jaja … Wenn du die Pille nach Gefühl einnimmst, dann ist eine Schwangerschaft zufällig vom Zufall abhängig.
Sie: Es kann dir doch ganz egal sein, ob ich nur zufällig nicht schwanger werde … Hauptsache, ich werde nicht schwanger.
Er: Ich hätte nur gerne die Gewissheit und nicht eine zufällig nicht schwangere Frau! Es ist mir egal, wie du das hinbekommst!
Sie: Aha! Das ist dir egal … es ist dir also egal, ob ich zufällig schwanger werde oder nicht!
Er: Nein – nein …
Sie: Aber es ist nicht egal! Ich kann nämlich nicht noch ein Balg austragen!
Er: Das habe ich doch gesagt …
Sie: Aber eben hast du noch gesagt, es ist dir egal!
Er: Ich hätte nur gerne Gewissheit …
Sie: Gott, was sind Männer primitiv!
Er: (düster vor sich hin) Ich bringe sie um … eines Tages bringe ich sie um!

Als Einhorn im Wettbüro..

..hat man es nicht leicht. Allein wenn man zur Tür rein kommt, das weiße Fell alle zu blenden scheint und der Geruch von Zuckerwatte erstmal alle schier verwirrt. Aber von vorn:

 

Hallo, ich bin Jazz, eine Frau und stehe auf Fußball(wetten).

[Im Chor: Hallo Jazz!]

 

Alles begann 2006, zu Beginn des als Sommermärchens in Deutschland bekannte WM. Mein Alltag sah in den Tagen immer gleich aus: Uni bis 16 Uhr (und wenn es länger ging, einfach mit Abwesenheit glänzen), mit Freunden im Café treffen, Pizza und Weizen bestellen und vor dem Fernseher ausharren. Was hatten wir damals für einen Sommer..!

An Tag 1 traf ich mich mit einem Freund am Bahnhof, als ich von der Uni kam und auf dem Weg zum Café machte er in einer Spielunke halt, um Geld auf die Spiele zu setzten. Zugegeben; ich stand ziemlich baff da, als er den ersten, den zweiten und den dritten Schein in den Automaten verschwinden ließ. „Das alles willst du setzten? Was, wenn du verlierst?“ und dabei war ich schon hellgrün im Gesicht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die so achtlos mit ihrem Geld umgingen. Zumal ich für wenige Euro damals echt lange arbeiten musste. Tja nun, wieso also nicht auch 2€ Wetten, dachte ich mir. Und es war gut.

Mit der ersten Kombiwette und nur 2€ Einsatz hatte ich mir die nächsten paar Tage WM im Café gesichert und die junge Studentin in mir fand das gut.

Long story short: 2006 hatte ich ein gutes Händchen und konnte letztendlich mit 0€ Ausgaben trumpfen und mir noch einen kleinen Urlaub nach der WM leisten – da verstand ich den Reiz an Fußballwetten.

 

2010 – wieder eine WM und ich wieder auf der Suche nach einem Wettbüro, denn zu dem Zeitpunkt war ich in Italien. Nicht meine glorreichste WM, aber die 15€ Verlust konnte ich in der Vorrunde verschmerzen und hörte danach auch auf zu setzen – macht eben nicht so viel Spaß, wenn man nicht gewinnt, ne!?

2014 – wieder eine WM und diesmal das Wettbüro unter der Haustür. Yessss.

 

Diese 3 WM’s hätten unterschiedlicher nicht sein können.. nur eines haben sie alle gemeinsam: meine Wetten und die Tatsache, dass man als Frau wirklich wie ein Einhorn wahrgenommen wird, wenn man die Tür zu dieser Männerdomäne betritt. Viele starren, in erster Linie unglaubwürdig. Diese Unglaubwürdigkeit macht schnell Platz für Kopfschütteln, denn es ziemt sich nicht als Frau in einer solchen Spielunke auch nur zu atmen. Das Kopfschütteln wird aber sehr schnell von Gelächter eingeholt, sobald der erste Typ den ersten Spruch zu dem Einhorn mitten in der Stadt fallen lässt und zack! Schon lachen alle und damit ist man im Spiel.

 

Ich kannte dieses Prozedere schon von den letzten beiden Tournieren und konnte es mir auch diesmal nicht nehmen lassen, mir direkt im Kleidchen und top geschminkt den Weg zum Automaten frei zu bahnen. An Tag 1 hatte ich dabei viele schwer atmende Männer im Rücken, die gar nicht verstehen konnten, wie schnell ich auf der Schaltfläche des Automaten meine Spiele fand und gezielt hier und da setzte, Chancen auswog, mit den Münzen in meiner Hand spielte.

 

„Aaaaalter! Wer setzt denn auf Honduras.. Nein! Die setzt auch noch auf Costa Rica! Mädchen, setz’ lieber auf Spanien! Kein Arsch setzt auf die anderen beiden!“ – Gelächter on.

Wer sich an die ersten Spieltage der Vorrunde erinnert wird noch wissen, dass Honduras und Costa Rica gewannen, und zwar mit einer sexy Quote, und Spanien nicht.

Tag 2 in der Spielunke drang weniger Gelächter zu mir durch. Und ich war gewillt, einiges auf die Elfenbeinküste und Kolumbien zu setzten. Erneutes Kopfschütteln.

 

Nun kennt man mich dort. Ich habe mir einen Ruf gemacht und bin etwas stolz darauf. Nicht, weil ich so viel Ahnung von Fußball hätte.. nein; einfach, weil ich mit weiblicher Intuition weiter gekommen bin, als die Herren der Schöpfung mit ihrer ‘die großen Mannschaften kommen immer weit – blablabla’-Mentalität – sie hätten nicht falscher liegen können. Und weil ich mittlerweile durch die Spielunke stolziere und mich niemand davon abhält in den zwielichtigen Nebenraum zu treten. Und weil mir Platz gemacht wird, wenn ich als einzige Frau im Raum stehe und einige Herren panisch ihre Zigaretten ausdrücken und die Fenster öffnen, um keinen schlechten Eindruck zu hinterlassen.

Wenn die Herrschaften nicht aufpassen, liegt nächste Woche schon ein Häkeldäckchen auf dem Tresen und ein Bild von Mutti über dem Automaten.

Herrgott, es sind nur Wetten und die haben bekanntlich viel mit Glück zu tun.

 

An dieser Stelle möchte ich das alles für uns alle abkürzen.. Fakt ist: mittlerweile darf ich als Einhorn in dieser Männerdomäne fremde Wetten platzieren. Ich bin so wie der dicke Buddha der Sportwetten; jeder möchte mal meine Glatze streicheln, weil es angeblich Glück bringt. Und das ist vielleicht die einzige Gemeinsamkeit, die die WM 2006 und 2014 miteinander haben:

Mittlerweile lacht nur noch das Einhorn.. und zwar laut.

 

In diesem Sinne: Hüüüüüüüa! Und weiterhin viel Spaß beim Achtelfinale.

 

 

 

 

– Dieser Text soll niemanden ermuntern Wetten zu platzieren. Bitte beachtet, dass Wetten süchtig machen können und man meistens nur Geld verliert. Hiermit distanziere ich mich öffentlich von allen Anreizen dieser Worte, die zu Wetten raten oder diese verschönern. –

 

Nach dem Biss ist vor dem Stolz

Die italienische Nationalmannschaft genießt in Deutschland nicht den besten Ruf; aber das ist ok, da die Gründe weitläufig bekannt sind.
Dass Italien nun zum zweiten mal hintereinander in der WM Vorrunde rausfliegt ist aber für mich, wie für jeden anderen Fan, einfach nur niederschmetternd. Aaaaaber:

Italien hat sich in diesem Tournier nicht gerade mit Ruhm bekleckert: wie sind die Mannschaft, die immer nur das Nötigste gibt, ohne Druck nicht aus den Puschen kommt und allgemein viel auf Sicherheit spielt. Als eingefleischter Italien Fan ist man diverse Enttäuschen gewöhnt. Wir sind keine sichere Mannschaft, wir sind spontan. Wir glänzen nicht durch ordentliche Taktik, durch Disziplin oder durch stetig hohes Niveau. Gebissen haben wir trotzdem nicht. Und hier kommt mein aaaaaaber: die rote Karte hat gestern die Laune echt runter gezogen, dann die Beissattacke und anschließend ein Rückentreffer. Ja. Das Spiel hätte durch einen anderen Schiri ganz anders ausfallen können. Aber auch das ist Fußball: Glück und Schicksal. Dinge passieren.

 

Trotz alle dem, und da möchte ich mir gerne einreihen, haben nicht zuletzt Prandelli und Buffon gestern durch Stil und Klasse überzeugt: nicht den Gegnern die Schuld zuschieben, nicht dem Schiri – das ist Fußball. Daher werde ich mich in Zukunft gerne an die WM 2014 zurück erinnern, als diese zwei Männer einfach mal Eier gezeigt haben, indem sie demütig aus dem Tournier geschieden sind. Und hier mein größter Respekt dafür! Ich und einige andere Fans hätten wohl am liebsten dem Schiri in den Hintern gebissen.. Aber Ehrenmänner sind Ehrenmänner und schmeißen nicht mit Schuld um sich – Danke dafür; im Namen eurer Fans.

Danke Buffon! Es war mir eine innere wie äußere Gänsehaut, als er in der letzten Minute mit nach vorne ging. Für mich ist das immer das Größte. Auch wenn es meist heißt, dass die Mannschaft jeden Spieler vorne braucht, weil es verdammt schlecht aussieht. Dennoch einer meiner Lieblingsmomente gestern – und davon gab es ja nicht viele.

 

Wir – uns – unser. Ja, ich spreche von „uns“, da unsere Mannschaft. Dazu bei Gelegenheit gerne mehr. Denn ich werde mich nicht für eine Zugehörigkeit entschuldigen, die ich bei solch großen Tournieren empfinde. Nur kurz: Die Mannschaften in Brasilien repräsentieren gerade unsere Heimatländer und zeigen sich und uns der ganzen Welt. So zu tun, als würden „wir“, die Fans, nicht zu diesem Tournier dazugehören, uns selbst auszuschließen, ein Wir-Gefühl zu unterdrücken ist nicht meins und macht mir persönlich auch keinen Spaß.

 

Kneipenhumor
Es gibt ihn, ich toleriere ihn, ich kann nicht darüber lachen. Nach einer Spanien Niederlage geht der gemeine Bauer zum Spanier, gestern wurde Pizza bestellt und irgendwie hoffe ich, dass der ein oder andere gestern auch eine Begegnung mit einer Flasche Ouzo hatte – sollte er den Griechen besucht haben, um sich an ihrem Leid aufzugeilen. Gegen ein Wir-Gefühl zu sein; meinetwegen. Aber wenn ihr schon nicht Flagge zeigen könnt, dann lasst doch die Nationen in Ruhe, die es können und hört auf euch an ihren Niederlagen zu erfreuen. Denn wenn „ihr“ nicht gewinnt, habt „ihr“ auch niemanden nach Hause geschickt.

Und nein; natürlich nicht. Macht, was ihr wollt. Habt nur im Hinterkopf, dass manche über diese Hasstiraden drüber stehen und auf euren Kneipenhumor nicht eingehen, weil das Niveau dessen wirklich im Keller liegt und sich nicht jeder im Keller schmutzig machen möchte.

 

Aaaaaber: so ist der Sport und so sind die Mannschaften und so sind die Fans. Alle unterschiedlich, alle mit Hoffnung geladen und alle besonders, auf ihre eigene Art und Weise.

 

Daher allen viel Spaß bei der weiteren WM und denkt nicht, ich wäre jetzt draußen; denn ich werde, egal wo Italien gerade ist, weiter vor der Glotze hocken und mitfiebern.

 

Cranky crank

Schon blöd – so ‘ne Erkältung. Vor allem, wenn man ich ist. Denn ich hasse Socken, gerade im Bett. Sie machen mich irre und ich liebe höchstens das Gefühl, sie ganz schnell loszuwerden. Blöd, wenn man kalte Füsse hat.

Und ich habe Schnupfen. Blöd, wenn man ich ist. Denn ich hasse Taschentücher und Rotz. Ich möchte nicht, dass meine Haut ganz rau von dem vielen Schniefen wird und überhaupt ziehe ich dann die Nase hoch, wie ein ungezogenes Gör und davon wird mir schlecht, weil ich ein solches Verhalte nicht dulde. Nicht bei anderen und nicht bei mir. Bah. 

Und ich habe Kopfschmerzen. Sie wissen schon.. Blöd, wenn man ich ist. Denn ich hasse Kopfschmerzen. Die Stimmen in meinem Kopf dröhnen dann nämlich und hören sich so an, als würden sie gerade durch den Kassettenrekorder eines Mediums kanalisiert werden und außer Rauschen nehme ich mal hier mal da ein Stimmchen wahr und komme doch nicht weiter, als “Schnauze!” zu denken.

Ach, ist doch alles doof! Aaaaaber dafür habe ich mein Notfallregal, denn man wird schnell und vor allem immer unerwartet krank. Und hahaha! In solchen Momenten liebe ich meine Neigung zum durchplanen diverser Notfälle, die (siehe Zombieapokalypse) evtl nie eintreten werden, aber Hauptsache vorbereitet! So gibt mein Bücherregal alles her, was die Seele an Nahrung braucht und mein Küchenregal alles, wofür ich nicht 30 Minuten am Herd stehen muss. Wer so was nicht hat, sperrt jetzt lieber die Lauscher auf, denn sonst werden wir alle sterben! Vor allem ihr, an Langeweile, schwör!

Bücherregal: Eine Handvoll alter Filme mit Doris Day, Marilyn Monroe, Sofia Loren und Cary Grant (der Echte, nicht die Sozialzicke). Dann neuere Filme wie zB “To Rome with Love”, den ich mir seit meinem Geburtstag für einen solchen Tag aufgehoben habe. Und dann natürlich auch Kinderfilme, wie “Mary Poppins” und “Horton hört ein Hu!” – wobei ich bei beiden auch sagen würde, dass sie nicht zwingend für Kinder sind.. eher so wie Shrek: Kinder verstehen das eine und Erwachsene das andere und am Ende haben beide ihren persönlichen Mehrwert daraus gezogen. Yei!

Küchneregal: Ich bin kein großer Fan von Fertigessen, aaaber ich habe immer Hühnerbrühe im Glas da. Immer. Rein in den Topf, aufwärmen, pfeffern, fertig. Ich wohne alleine und für mehr langt oft die Energie nicht. Dann habe ich aber auch immer Brötchen und Salat im Haus – wenn dann noch eine Faust Hack dazu kommt, habe ich mit schnellen Burgern absolut vorgesorgt – krank aber glücklich. Und heute, ich kleines Glückskind, muss ich nur ein Steak in die Pfanne hauen, Kräuterbutter drübba  – win! Und natürlich die Linsensuppe in der Dose – ebenfalls ein Notfallfresschen, wofür ich heute oder morgen noch sehr dankbar sein werde.

Und für alles andere gibt es das Internet. Da! Gerade ja auch. Ein super Ablenkungsmanöver zwischen voll gerotzten Taschentüchern und Meditonsin. Apropos.. ich weiß, wer gleich seine Tastatur desinfizieren sollte. Ha! Schon wieder so ‘ne Sache – ohne Sagrotantücher eine Virenschleuder zu sein ist ja auch eher blöd. Mmmh, Sagrotan.

Gerade starre ich nach rechts und entdecke dort leckeren Tee und, hahaha, meine Comicsammlung! Nebst Dylan Dog lese ich auch gerne das LTB und viele wundern sich oft, wenn ich die neue Ausgabe schon in den Händen halte und die Alte noch gar nicht gelesen habe. An dieser Stelle möchte ich damit endgültig aufräumen und erklären: Ich bin ein Messie, wenn es um so was geht. Nicht, dass ich auf ungesunde Weise alles sammeln würde, aber ich spare für mein Leben gern und noch lieber spare ich mir Dinge für den richtigen Moment auf. Heute ist ein solcher richtiger, falscher Moment. Falsch, weil ich krank bin. Richtig, weil ich in der Krankheit noch was zu tun habe. Und so stehen mir heute ein LTB und ein LTB History offen. Yeah! 

Außerdem ist heute Samstag, wodurch ich nicht das Gefühl habe, etwas wichtiges zu verpassen. In meinem Alter sind es dann eh nicht mehr die Parties, sondern Arbeitsstunden. Pörfekt! 

Gewusst wie – Zack! Krankheit überlebt und das ganz ohne Schmollen!

xoxo – die Virenlady

Nachtrag: Hahaha! Der perfekte Tag für Horrorfilme! Denn dank Erkältung werde ich eh wie ein Baby schlafen! Uhuuuu!

“Ruf’ ihn nicht an!”

Nachdem ich gestern den Eintrag “Nichts Festes” veröffentlichte, bekam ich einige Nachrichten aus denen hervorging, dass ich ihn nicht anrufen sollte. Mittlerweile ist mir klar, dass es verwirrend ist, wenn ich diesen Blog dazu nutze meine Meinungen und Gedanken niederzuschreiben und plötzlich etwas narratives darlege, was wenig mit meiner gelebten Realität zu tun hat – oder vielleicht doch, wer weiß das schon.

Vom Text nicht auf den Autor schließen – das ist ein zentraler Aspekt der Literaturtheorie, der mir während des Studiums der Literaturwissenschaft in den Kopf gehämmert wurde. Was absolut Sinn ergibt. Denn man kann sich bei der Interpretation eines Textes unglaublich verlaufen, wenn man davon ausgeht, dass der Schriftsteller von seinen erlebten Erfahrungen schreibt. 

Die Kunst liegt darin, etwas Neues zu erschaffen – und nicht bloß tagebuchartig die Realität zu reproduzieren. Denkt man zB an Patrick Süskinds Das Parfum muss man sich eingestehen, dass man nie den Gedanken hatte, dass der Autor selbst auf Jungfrauenjagd war, um ihnen ihren Duft vom Körper zu streifen und sie dann verrecken zu lassen – so die Hoffnung. JK Rowling ist bestimmt auch noch nie auf dem Gleis 9 3/4 gegen die Wand gelaufen – so die Hoffnung.

Ohne mich selbst dazu reihen zu wollen – denn ich bin sehr weit davon entfernt mich als Autorin zu bezeichnen *lacht* – ist der / das Tag Stories für mich eine Möglichkeit Texte zu schreiben, die mir gerade so in den Sinn kommen. Über Themen, die mich vielleicht beschäftigen und solche, die mich interessieren oder einfach nur meiner Fantasie entspringen – wovon ich definitiv genug habe.

Ich werde ihn nicht anrufen – da ich nicht mal seine Nummer habe, geschweige denn, ein Gesicht zu diesem Mann habe. Und sollte ich morgen aus der Sicht eines Soldaten schreiben oder aus der Sicht eines Waisenkindes.. so hoffe ich, dass ihr Spaß an der Lektüre habt, aber davon nicht auf meine Person schließt.

Jedenfalls weiß ich jetzt, wie verzwickt es ist, wenn man einiges über sich selbst in den öffentlichen Raum wirft und sie mit Informationen vermischt, die nichts mit Einem selbst zu tun haben. Was meine Person betrifft werde ich auch weiterhin, was intime Themen angeht, nicht viel durchblicken lassen. Ich teile weiß Gott schon genug mit Menschen, die ich nicht persönlich kenne. Das bisschen Privatsphäre ist mir aber verdammt wichtig. So werdet ihr auch weiterhin erfahren, wenn ich ein Mettbrötchen mit Zwiebeln esse und jemanden anrülpse. Mein Körper, meine Probleme, die Hindernisse des Alltags – die gehören mir allein. 

Es ist doch nur das Internet – wer weiß da schon genau, wen er da gerade liest. Bis zu einem gewissen Punkt mögen wir uns vielleicht kennen.. alles, was darüber hinausgeht, entspringt einer magischen Illusion, die man sich stets vor Augen halten sollte. Denn jeder lässt nur soviel durchblicken, wie er bereit ist, zu zeigen. Und ich.. ich schreibe weiter. Auch unter dem Tag #stories und bin selbst gespannt, was mir als nächstes einfällt.